„The Circle“: Ein multimediales Theater-Experiment erobert die Aula

Die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwammen, als der DS-Kurs des 13. Jahrgangs unter der Leitung von Frau Ackermann am 19.2.26 seine ganz eigene Interpretation von „The Circle“ präsentierte. Inspiriert sowohl von Dave Eggers’ Roman als auch von James Ponsoldts Verfilmung, erschuf der Kurs ein packendes Gesamtkunstwerk, das die Zuschauer mitten in die Schaltzentrale eines Tech-Giganten katapultierte.

Ein Stück, viele Gesichter

Das Besondere an dieser Inszenierung war der bewusste Bruch mit klassischen Theater-Konventionen. Anstatt fester Rollenverteilungen setzten die Schüler auf ein innovatives Konzept: Mehrere Spieler übernahmen gleichzeitig eine Rolle, was die Dynamik und die kollektive Identität innerhalb des „Circles“ eindrucksvoll unterstrich. Der Aufbau war dabei konsequent episodisch gestaltet – ohne weiche Übergänge, dafür mit harten Schnitten zwischen den Szenen, die die Getriebenheit der digitalen Welt spürbar machten.

Die gesamte Aula als Spielfläche

Die Aufführung war nicht auf die Bühne begrenzt; der Kurs nutzte die komplette Aula, um das Publikum direkt ins Geschehen einzubeziehen. Die Szenen wechselten rasant zwischen verschiedenen Schauplätzen. Durch den Einsatz von einer großen Leinwand, Beamern und Live-Aufnahmen, die sowohl die Schauspieler als auch das Publikum einfingen, entstand eine immersive Atmosphäre. 

Das Ende lag in der Hand der Zuschauer 

Nach einem spannungsgeladenen ersten Teil und einer kurzen Pause steuerte das Stück auf seinen Höhepunkt zu. Hierbei bewiesen die Schüler*innen besonderen Mut zur Interaktion, indem sie das Publikum über den Ausgang der Geschichte entscheiden ließen. 

Die vielen positiven Rückmeldungen zeigen, wie sehr das Stück den Nerv der Zeit getroffen hat: Wie formt Technologie die Gesellschaft und welche Werte müssen wir bewahren? Ein unvergesslicher Theaterabend, der noch lange für Gesprächsstoff sorgte!