Zum Jubiläum 150 Jahre Alte Nationalgalerie – eine Projektwoche mit dem Kunst Wahlkurs – Unsere Schüler*innen denken das Museum neu

Vier Tage lang verwandelte sich die Museumsinsel für 24 Schülerinnen unseres Wahlkurses Kunst in einen besonderen Lernort. Im Rahmen einer Projektwoche arbeiteten sie intensiv mit der Alten Nationalgalerie zusammen – und wurden selbst zu Künstlerinnen, Kritikerinnen und Gestalterinnen.

Der Ablauf der Tage:

Der Auftakt am Dienstag stand ganz im Zeichen der Frage: Was bedeutet eigentlich „deutsche Kunst“ – und für wen ist sie gemacht? Die Schüler*innen setzten sich mit politischer Kunst auseinander und erkundeten die Ausstellungen der Alten Nationalgalerie. Dabei wurde schnell klar: Viele Werke erzählen Geschichten ihrer Zeit – und regen bis heute zum Nachdenken an.

Und immer währenddessen: Die Schüler*innen konnten mithilfe von Feedbackkarten Kritik äußern und Feedback geben, zu dem Ablauf und Inhalten des Projekts.

Am Mittwoch wurden die Kunstwerke selbst zum Mittelpunkt kreativer Experimente. In kleinen Gruppen entwickelten die Schüler*innen Podcasts, in denen einzelne Werke „zum Sprechen“ gebracht wurden. Die Kunstwerke bekamen Stimmen, Gedanken und Meinungen – und diskutierten mit dem Publikum über ihre Bedeutung heute.

Der Donnerstag wurde besonders praktisch und kreativ: Inspiriert von den Eindrücken aus dem Museum gestalteten die Schüler*innen Taschen, Socken und Caps mit politischen Botschaften. Ihre Designs setzten sich dafür ein, dass Kunst vielfältiger, inklusiver und zugänglicher für alle Menschen sein soll – nicht nur „deutsch“ und nicht nur männlich geprägt.

Zum Abschluss der Woche entstand am Freitag ein großes gemeinsames Projekt: In Gruppen gestalteten die Schüler*innen große Banner, die vom Haus Bastian gehängt werden. Auf den Bannern sind neu interpretierte Kunstwerke zu sehen – jedes mit einer klaren politischen Aussage. So wurden klassische Motive neu gedacht und mit aktuellen Themen verbunden.

Die Projektwoche zeigte eindrucksvoll, wie lebendig Kunst sein kann, wenn junge Menschen sich mit ihr auseinandersetzen. 24 Schüler*innen waren beteiligt – und alle hatten riesigen Spaß, gemeinsam zu diskutieren, zu gestalten und ihre eigenen Stimmen in die Kunst einzubringen.

Die Projekte und das Feedback der Schüler*innen wird jetzt dazu genutzt einen Workshop für die Jubiläumsausstellung zu generieren. Sie können in Zukunft also die Ideen der Schüler*innen selbst am Haus Bastian auf der Museumsinsel in neuen Workshops nachvollziehen.“

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