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Darstellendes Spiel – 4. Semester

Kim Sklarek

Am Freitag den 7. Mai 2004 fand die Aufführung des DS-Kurses des 4. Semesters „ Zu ebener Erde und erster Stock“ statt. Das Gemeinschaftshaus Lichtenrade war mit neugierigen Zuschauern prall gefüllt, da der Eintritt frei war und sie durch Plakate und Erzählungen anderer darauf aufmerksam gemacht worden waren.

Und sie wurden nicht enttäuscht. Eine Stunde lang brachten die Schauspieler sie mit ihrer Erzählung über die Launen des Glücks zum lachen und zogen sie in ihren Bann. Das Stück war ein voller Erfolg, obwohl das in den Arbeits- und Vorbereitungsstunden zuvor nicht unbedingt (um nicht zu sagen kaum) zu erkennen war. Denn bevor es soweit kommen konnte, dass sie die Schauspieler vor einer begeisternd klatschenden Menge verbeugen konnten, waren viel Schweiß und Nerven wie Drahtseile nötig.

Die Schüler des DS-Kurses hatten ein Jahr zuvor begonnen sich des Stückes anzunehmen, nachdem sie es aus einer Vielzahl von Werken ausgewählt hatten. Allerdings bot sich die Arbeit und Umgestaltung anfänglich schwerer als erwartet, was rasch eine gewisse Trägheit und fehlende Motivation zur Folge hatte. Doch nach einiger Zeit überwanden die Schüler diese Hürden zum Glück und versuchten kontinuierlich das Stück voranzubringen. Sie feilten, werkelten und schufteten an Kulissen, Requisiten und Kostümen um ihren Vorstellungen reelle Formen zu geben. Als es dann einen Tag vor der Aufführung zur Generalprobe kam und sogut wie alles schief ging, wurden wiederum leise Zweifel in den Schauspielern geweckt was den Erfolg des Stückes anging, doch sie gaben nicht auf und ganz nach dem Motto „Je schlechter die Generalprobe desto besser die Aufführung“ meisterten sie alle Probleme und brachten zur Überraschung aller mit „Zu ebener Erde und erster Stock“ ein kleines Meisterwerk der CZO auf die „Bretter, die die Welt bedeuten“.
Und hier noch eine kurze Zusammenfassung als kleine Erinnerungshilfe und für alle die das Stück aus irgendeinem Grund verpasst haben:



Herr und Frau Goldfuchs leben mit ihrer Tochter Emilie, zwei Butlern und einem Zimmermädchen im ersten Stock eines Mietshauses im puren Luxus, während der Trödler Schlucker und seine Familie in der viel zu kleinen Wohnung zu ebener Erde hausen und jeden Groschen doppelt umdrehen müssen um zu überleben. Doch im Laufe der Zeit widerfährt der Trödlerfamilie immer mehr Gutes (Finderlohn, Lottogewinn…), während bei den Goldfüchsen beginnt das Unglück Einzug zu halten (Verhaftung des Sohnes, Fehlgeschlagene Investition…). Außerdem gibt es noch eine anrührende Liebesgeschichte zwischen der reichen Emilie und dem in Armut lebenden Trödlersohn Adrian und „falsche Briefzustellungen“, die helfen die ganze Geschichte in die „richten Bahnen“ zu lenken.