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Latein wird nicht mit dem Ziel der aktiven Sprachbeherrschung in Wort und Schrift gelehrt, sondern gibt einen Einblick in die allgemeine Struktur und Aussagefähigkeit einer Sprache.

 

Im Vordergrund steht deshalb zunächst der Sprachunterricht, um verlässliche Grundkenntnisse für den späteren Lektüreunterricht zu schaffen. Die Sprachbetrachtung erfolgt grundsätzlich lateinisch- deutsch.

Weitere Schwerpunkte des Lateinunterrichts sind:

L ateinbeginn in Klasse 11

Der Lateinkurs ab Klasse 11 als zweite Fremdsprache dauert drei Jahre und schließt mit dem Erwerb des Latinums, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

Das Latinum kann aber auch, sollte Latein nicht 4. Prüfungsfach im Abitur sein, in einer Zusatzprüfung im 4. Semester erworben werden, die aus einer schriftlichen und mündlichen Prüfung besteht.

Folgende Schwerpunkte werden behandelt:

11. Klasse (Basiskurs):

Zügige und konzentrierte Erarbeitung der lateinischen Formen- und Satzlehre und Übersetzung einfacher lateinischer Lesestücke auf der Grundlage des verwendeten Lehrbuches, Erlernen des dazugehörigen Wortschatzes.

1./2. Semester (Grundkurs):

Abschluss der Formen- und Satzlehre, Übersetzung und Interpretation leichter oder etwas veränderter Originaltexte römischer Schriftsteller (z.B. Cicero, Livius), Erlernen ausgewählter Stilfiguren und rhetorischer Termini.

3./4. Semester (Grundkurs):

Wiederholung wichtiger syntaktischer Erscheinungen der lateinischen Sprache, Einführung in den Gebrauch des Wörterbuches, Übersetzung und Interpretation einer repräsentativen Auswahl von Texten aus Antike und Mittelalter, z.B. aus den sog. „Kleinen Gattungen“, Abschnitte aus Caesar, Cicero, Nepos, Ovid (zum Teil auch nach übergeordneten, inhaltlichen Schwerpunkten zusammengestellt).