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Neben der einfachen Beobachtung der Naturerscheinungen und ihre möglichst exakte Beschreibung steht das Experiment als geplante und gezielte Frage an die Natur im Mittelpunkt des naturwissenschaftlichen Unterrichts. Die Arbeitsschritte und die Ergebnisse werden in einem für die Naturwissenschaften üblichen Protokoll festgehalten.

 

Im Rahmen der Einführung in die Physik sind insbesondere die folgenden übergreifenden Lernziele zu erreichen:

  1. Elemente der naturwissenschaftlichen Methoden kennen lernen:
    • beobachten, beschreiben, formulieren, Voraussagen machen und überprüfen
    • einfache Versuche planen, sachgerecht durchführen und protokollieren
    • auswerten der Messergebnisse (qualitativ und quantitativ)
    • Messergebnisse graphisch darstellen und präsentieren
    • Aussagekraft der Messergebnisse bewerten (Genauigkeit, Geltungsbereich)
  2. Partnerschaftliches, arbeitsteiliges Vorgehen beim Experimentieren in der Gruppe üben
  3. Erkennen, dass es notwendig ist, zur Ergänzung der menschlichen Sinnesorgane Messgeräte einzusetzen
  4. Aufgaben nach folgendem Algorithmus bearbeiten können:
    gegebene/gesuchte Größen angeben - Formel aufstellen - Werte mit Maßeinheiten einsetzen - Rechnen - Ergebniswert mit Maßeinheit angeben - Antwortsatz formulieren

In den verschiedenen Jahrgangsstufen werden die Themenfelder Wärmelehre, Optik, Mechanik, Elektrizitätslehre, Schwingungen/Wellen und Kernenergie behandelt.

Dazu kommen im Wahlpflichtbereich noch Themen wie: Lebensraum Meer - Einführung in die Mikroskopie - Bau von Elektromotoren - Aufbau einfacher elektronischer Schaltungen - Physikalische und chemische Trennverfahren - Optische Erscheinungen - Vergleich von Auge und Kamera - Wetterkunde - Flugphysik - u. a.

Unsere Unterrichtsmaterialien und -medien sind so beschaffen, dass das möglichst selbstständige Experimentieren in kleinen Gruppen in fast allen Bereichen durchgeführt werden kann.

Bei allen Versuchen steht zunächst (Jahrgangsstufe 7/8) die qualitative Auswertung der Beobachtungen im Vordergrund; die quantitative Auswertung in mathematischer, statistischer Form nimmt aber mit zunehmendem Kenntnisstand einen immer größeren Stellenwert ein.

Eine ansprechende Mitteilungs- und Darstellungsform der Versuchsergebnisse durch geeignete Medien steht am Ende der Experimente und wird im Hinblick auf die Bedingungen des "mittleren Schulabschlusses" besonders geübt.