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UNESCO-Arbeit an der Carl-Zeiss-Schule 2011/2012Die Carl-Zeiss-Schule ist eine von mittlerweile über 160 deutschen UNESCO-Projektschulen von weltweit über 6500 UNESCO-Bildungseinrichtungen. Sie gehört somit einem großen Netzwerk an, das in Berlin allein etwa 10 Schulen umfasst. Aus den vielfältigen Projekten, die die UNESCO anbietet, hat sich unsere Schule drei Schwerpunkte ausgewählt: die Menschenrechts-, die Friedens- und die Welterbeerziehung. Im Rahmen dieser drei Schwerpunkte fanden bereits im Schuljahr Aktivitäten statt, weitere werden noch bis zum Jahresende 2008 folgen. Schülerinnen und Schüler der Schule nahmen am 36. Internationalen UNESCO-Schülerseminar im Jagdschloss Glienicke zu Fragen der kulturellen Vielfalt und der Demokratie teil. Im Frühjahr 2008 fanden unter Leitung von Herr Lipp Veranstaltungen zu den Todestagen von Mahatma Gandhi und Martin Luther King statt. Und zwei weitere Ausgaben der „UNESCO-Zeitung” konnten der Schulöffentlichkeit präsentiert werden, die dritte ist in Vorbereitung. Angesichts des 60. Geburtstages der UN-Menschenrechtserklärung im Dezember dieses Jahres ist eine größere Veranstaltung am Menschenrechtstag, dem 10.12., geplant sowie unzählige kleinere Projekte innerhalb der Projektschulen Berlins. Unsere Partner von Amnesty International und Human Rights Watch haben Unterstützung zugesagt. Seit Schuljahresbeginn setzt die Schüler-AG Welterbeerziehung ihre Arbeit fort. Neue Schüler und Schülerinnen aus den Klassen 9 bis 12 sind dazugekommen, andere mussten sich aufgrund der Abitursvorbereitungen verabschieden. Für dieses Jahr beabsichtigten wir, unsere Arbeit im Rahmen des Großen Wolga Routen Projektes (GVRR – Great Volga River Route) fortzusetzen. Das GVRR-Projekt wurde vor ein paar Jahren von der russischen UNESCO-Kommission initiiert und soll Schulen von Welterbeorten, die im Einzugsgebiet dieses großen Flusssystems zwischen Ostsee und Kaspischem Meer liegen, zusammenbringen. Wobei wir uns auf den Nordteil der Route, auf die Staaten im Ostseeraum, erst einmal beschränken wollen, um möglichst vielen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu eröffnen, in Kontakt mit anderen zu treten. In diesem Nordabschnitt soll zu Welterbestätten aus der Zeit der Hanse und deren historische Bedeutung ebenso gearbeitet werden wie zu aktuellen geschichtlichen Problemen und Streitfragen aus der Zeit vor 1989. Konkret haben wir uns mit den Hansestädten und Welterbestätten Lübeck und Riga befasst, deren frühbürgerliche Entwicklung und Einfluss. Die lettische Hauptstadt wird während der Projekttage im Juli Ziel einer mehrtägigen Exkursion sein. Wir werden dort unsere lettischen UNESCO-Partner treffen, die Altstadt besichtigen sowie Gedenkstätten und Museen besuchen, die Zeugnis aus nationalsozialistischer und kommunistischer Besatzungszeit ablegen. Die Ergebnisse dieser Fahrt werden im Herbst in einer Ausstellung präsentiert werden. Und natürlich bleiben alle Kolleginnen und Kollegen aufgefordert, ihre fachspezifischen Themen mit denen unserer drei UNESCO-Bereiche, den Menschenrechten, dem Frieden und den Welterbestätten, zu verknüpfen, wo es sich anbieten könnte.
Steffen Noack |
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