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Wie bewirbt man sich richtig um einen Ausbildungsplatz?

Bewerbungsschreiben: Normgerechte Anordnung des Textes

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Der Text des Bewerbungsschreibens

Ein Bewerbungsschreiben ist „Werbung in eigener Sache“, die beim Empfänger Aufmerksamkeit und Interesse wecken soll. Neben der Einhaltung der formalen Regeln ist deshalb beim Schreiben einer Bewerbung eine sorgfältige Formulierung des Brieftexts unerlässlich. Du findest hier viele Formulierungsbeispiele – sie sind eingerückt und kursiv gedruckt -, die dir helfen sollen, deine persönliche Situation in angemessene Worte zu fassen.

Es empfiehlt sich, den Brieftext in vier Absätze zu gliedern. (Die Absätze werden durch eine Leerzeile von einander abgesetzt; bei handschriftlichen Bewerbungen wird statt dessen die erste Zeile des 2. – 4. Absatzes eingerückt.)

Der Grund des Schreibens

Hier solltest du erst einmal erklären, wie du auf die Idee kommst, dieser Firma einen Brief zu schreiben und was du eigentlich willst. Also: Woher weißt du, dass die Firma Ausbildungsplätze zu vergeben hat? Weise im ersten Satz des Schreibens darauf hin, ob das Arbeitsamt oder die Berufsberatung dir eine Ausbildungsstelle vermittelt haben, ob du durch eine Anzeige in der Tageszeitung oder durch persönliche Empfehlung auf die Stelle aufmerksam geworden bist.
Die Formulierung, dass man sich bewirbt (z.B. "Ich bewerbe mich um …"), sollte im ersten Absatz noch einmal erscheinen, obwohl das ja schon in der Betreffzeile steht. Auf das bürokratisch-floskelhafte „hiermit [womit denn sonst?!] bewerbe ich mich...“ kannst du ruhig verzichten. Einige Beispiele:

auf Empfehlung der Berufsberatung bewerbe ich mich um eine Ausbildungsstelle als … in Ihrer Firma.

vom Arbeitsamt habe ich erfahren, dass Sie … ausbilden. Ich bewerbe mich um eine Ausbildungsstelle als …

ich bewerbe mich um die im TAGESSPIEGEL am … ausgeschriebene Ausbildungsstelle als ….

von Herrn Keller, der in Ihrer Firma beschäftigt ist, habe ich erfahren, dass Sie noch eine Ausbildungsstelle für eine … vergeben. Ich bewerbe mich um diese Stelle.

ich beziehe mich auf das am … mit Ihnen geführte Telefongespräch und bewerbe mich um die Ausbildungsstelle als ...

ich danke Ihnen nochmals für das freundliche Telefongespräch am ... und sende Ihnen wie vereinbart meine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz zum ... zu.

herzlichen Dank für unser informatives und motivierendes Telefonat. Wie vereinbart, erhalten Sie heute meine Bewerbung.

im vergangenen Monat führten wir mit unserer Klasse eine Betriebserkundung in Ihrer Firma durch. Bei dieser Gelegenheit habe ich erfahren, dass Sie … ausbilden. Um eine solche Ausbildungsstelle bewerbe ich mich.

Deine augenblickliche Situation

Das ist ja nun kein Problem: Du bist zur Zeit noch Schüler/-in. Und genau darüber schreibst du in diesem Absatz 1 – 2 Sätze. Dass diese Informationen auch aus deinem Lebenslauf hervorgehen, macht nichts; es ist üblich, im Bewerbungsschreiben darüber in ganzen Sätzen noch einmal Auskunft zu geben. Beispiele:

Ich besuche zur Zeit die 10. Klasse der Carl-Zeiss-Oberschule (Gesamtschule) in Berlin-Tempelhof …
Zur Zeit besuche ich …

Momentan besuche ich …

Ich bin zur Zeit noch Schüler[in] der 10. Klasse der Carl-Zeiss-…

Im Sommer 20.. werde ich die Schule voraussichtlich mit einem erweiterten Hauptschulabschluss / einem Mittleren Schulabschluss / einem Abschluss, der zum Besuch der gymnasialen Oberstufe berechtigt, verlassen.

Begründung für die Berufswahl

Dieser Absatz ist absolut entscheidend ! Abgeschriebene Phrasen und nichtssagendes Gesülze führen in aller Regel dazu, dass die Bewerbung abgelehnt wird.
Den Beurteiler deiner Bewerbung musst du hier überzeugen, dass du die richtige Wahl für deinen zukünftigen Beruf getroffen hast, dass der Beruf sich mit deinen Neigungen und Interessen deckt und dass du dich bereits mit dem Beruf auseinandergesetzt hast und daher weisst, was auf dich zukommt. In anderen Worten: Du musst hier Antworten geben auf die Fragen:

  • Warum gerade diese Ausbildung?
  • Warum gerade ich?
  • Warum gerade dort?

Jahrelang haben Schülerinnen und Schüler als Begründung (!!?) für ihren Berufswunsch einen Satz aus einer haarsträubend dummen Vorlage des Arbeitsamts abgeschrieben: „ Ich habe mich in den letzten Monaten durch Betriebserkundungen und Schriften über Aufgaben und Tätigkeiten eines ... informiert. “ Ist es nicht selbstverständlich, dass man sich informiert hat? (Wehe, wenn nicht!) Personalleiter, die diesen nichtssagenden Satz zum dreihundertsten Mal lesen, kriegen – je nach Temperament – einen Anfall, beißen in den Tisch oder gähnen müde – und legen die Bewerbung auf das Häufchen „Ablehnung“.

Schreibe lebendig, schreibe von Dir und schreibe konkret. Nenne einen oder mehrere Gründe für deinen Berufswunsch, z.B. Praktikum, Informationen bzw. Beratungen bzw. Eignungstests des Arbeitsamtes, Bekannte oder Eltern oder Geschwister mit gleichem Beruf, Freizeitbeschäftigungen, Schulfächer, in denen du besonders stark bist, Ferienjobs, soziale Engagements usw.
Formulierungsbeispiele, die zeigen sollen, wie man seine eigene, ganz persönliche Motivation für einen Beruf in Worte fassen kann:

Während meines dreiwöchigen Praktikums (September/Oktober 2006) in der Firma ABC konnte ich sehen, …/ bekam ich einen Einblick in den Beruf .../ habe ich gelernt, ...

Durch Aushilfstätigkeiten während der Ferien als … konnte ich bereits erste Erfahrungen sammeln…

Mein Vater [Freund, Onkel, Nachbar] arbeitet als ...; aus Gesprächen mit ihm/ihr habe ich ein genaues Bild darüber, welche Aufgaben [Tätigkeiten] in diesem Beruf anfallen und erledigt werden …

Ich nehme seit 3 Jahren an einer Foto-AG unserer Schule teil. Unsere AG organisierte im letzten Jahr eine Fotoausstellung und erhielt dafür den ersten Preis von ... Ich möchte gerne mein Hobby zum Beruf machen...

Im letzten Jahr habe ich einen Goldschmiedekurs der Volkshochschule besucht. Die Arbeit mit Metall hat mir dabei viel Spaß gemacht und ich habe genug handwerkliches Geschick, auch schwierige Lötarbeiten sauber auszuführen. Als Beleg dafür lege ich einige Photos meiner besten Arbeiten bei.

Während meiner Schulzeit habe ich ein dreiwöchiges Praktikum im Botanischen Garten gemacht. Dabei habe ich herausgefunden, dass der Beruf des Gärtners für mich der richtige ist. Im Garten meiner Großeltern habe ich meinem Großvater oft geholfen, die Obstbäume zu beschneiden und seine Stockrosen zu pflegen. So kenne mich schon ein bißchen in gärtnerischen Arbeiten aus.

In der letzten Zeit habe ich mich intensiv mit dem Beruf der Industriekauffrau beschäftigt. In meinem dreiwöchigen Betriebspraktikum bei DEF konnte ich mir einen guten Einblick verschaffen. Besonders die Tätigkeiten in der EDV interessieren mich sehr.

Meine Begeisterung für das Kochen hat sich schon früh entwickelt. Meine Eltern führen selbst ein Hotel in .... Dort helfe ich regelmäßig in der Küche aus.

Ich habe mich für den Beruf des Bäckers entschieden, da ich zu Hause immer schon sehr gerne gebacken habe. Bei Festlichkeiten zu Hause übernehme ich regelmäßig das Backen von Kuchen und Torten, die bei meiner Verwandtschaft sehr gut ankommen.

Mein Freund lernt den Beruf des Maschinenschlossers. Wir haben uns oft über seine Tätigkeiten und Erfahrungen unterhalten. Mir gefallen technische Berufe, in denen man zusammenbauen und montieren kann. Ich bin deshalb sicher, dass ich den richtigen Beruf gewählt habe.

In meiner Freizeit baue ich Segel- und Motorflugmodelle. Die Baupläne suche ich aus dem Internet heraus. Danach fertige ich alle Bauteile selber an und füge die notwendige Elektronik hinzu. Da ich sehr genau arbeite, finden sich hin und wieder auch Auftraggeber für ein Modell. Damit ich dieses interessante, aber auch kostspielige Hobby finanzieren kann, trage ich seit einem Jahr das Berliner Wochenblatt aus.

In der Schule habe ich seit der 9. Klasse das Wahlpflichtfach Arbeitslehre/Technik gewählt. In diesem Unterricht lerne ich die Grundlagen des technischen Zeichnens sowie der Metallverarbeitung (Bohren, Drehen, Fräsen usw.) und bekomme einen Einblick in die CNC-Technik. Dabei stelle ich fest, dass das genaue technische Arbeiten und das Erfassen technischer Zusammenhänge meine Stärken sind. Das bestätigt auch mein Lehrer durch eine gute/sehr gute Zensur in diesem Fach.

Der Berufsberater stellte fest, dass ich wegen meiner Naturverbundenheit einen Beruf ergreifen sollte, bei dem ich möglichst oft draussen arbeiten kann. Ich könnte mir auch schlecht vorstellen, den ganzen Tag in einem Büro sitzen zu müssen. Als Strassenwärter bin ich meistens an der frischen Luft. Das ist das Richtige für mich.

In den letzten Ferien habe ich im benachbarten Installationsbetrieb geholfen und ein gutes Taschengeld verdient. Die Arbeit hat mir großen Spass gemacht und der Meister lobte mich wegen meines handwerklichen Geschicks. Er hat mir viel über den Beruf des Installateurs erzählt. Diesen Beruf möchte ich erlernen.

Wenn du deinen Absatz ausformuliert hast, befolge folgenden Tipp: Schau in einen Spiegel. Du siehst jemanden ganz Besonderen. Schau in dein Bewerbungssschreiben. Erkennst du dich darin? – Sprich Dein Schreiben mit Eltern, Freunden, Bekannten durch: Erkennen sie dich in deinem Bewerbungsschreiben wieder?


Schluss

Nach der Begründung der Berufswahl könnte man den Brief eigentlich „mit freundlichen Grüßen“ beenden. Das wäre aber doch zu abrupt. Es ist deshalb üblich, noch einen Schlusssatz anzufügen, z.B.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir die Gelegenheit zu einem Vorstellungsgespräch gäben.

Ich würde mich freuen, mich in einem Gespräch vorstellen zu dürfen.

Über eine positive Antwort würde ich mich freuen.

Darf ich mich bald bei Ihnen vorstellen?

Ich bitte Sie, mich zu einem Einstellungstest einzuladen.

Gern würde ich mich Ihnen vorstellen und Sie von mir überzeugen. Ich freue mich über Ihren Anruf oder Ihre Mail.

(Wenn du so schreibst, musst du allerdings im Briefkopf deine e-Mail-Adresse angeben und täglich die Mailbox checken!)

Autor/Erstellungsdatum. Heyd 11.2001/03.2004
unter Verwendung folgender Quellen:

  • www.erft.de/schulen/vonbodel/bewerb/bwtips2.htm (Formulierungen entstaubt)
  • Peter-J. Schneider/Manfred Zindel: Bewerbung um einen Ausbildungsplatz. Falken-Verlag 1998
  • www.jova-nova.com (Dort zeigt ein Profi an vielen vielen Beispielen, wie man Bewerbungen präzise, aussagekräftig sowie ohne Schwulst und Gesülze schreibt – eine lohnende Lektüre!

Tabellarischer Lebenslauf: Formale Regeln

  • Weißes, sauberes, gutes DIN-A4-Papier (80 g/qm) verwenden; Papier nicht aus einem Block ausreißen!
  • Ein Lebenslauf darf nicht länger als eine Seite sein!
  • Linienblatt unterlegen!! Bei Bedarf ein Linienblatt anfertigen, das der eigenen Schriftgröße angepasst ist.
  • Rand links ca. 2,5 cm, rechts ca. 3 cm
  • Text so auf dem Papier anordnen, dass oben und unten ein etwa gleich großer Rand bleibt!
  • Text in zwei linksbündigen Spalten anordnen (linke Spalte ca 6 cm breit, rechte Spalte ca 9,5 cm breit)!
  • Beim Schreiben mit dem Computer: Unbedingt mit Tabulator arbeiten, sonst wird die zweite Spalte nicht linksbündig.
  • Überschrift ("Lebenslauf") mittig und unterstrichen oder in Fettdruck! Stattdessen kann man die Überschrift auch linksbündig mit der zweiten Spalte anordnen. - Die Überschrift kann auf keinen Fall "tabellarischer Lebenslauf" heißen. Dass er tabellarisch ist, sieht ja jeder!
  • Die Doppelpunkte in der ersten Spalte gehören direkt hinter das jeweilige Wort und nicht ans Ende der Spalte! Man kann auch auf die Doppelpunkte ganz verzichten.
  • Keine ganzen Sätze, alle Informationen im "Telegrammstil"!
  • Deshalb auch keine Satzschlusszeichen (Punkt, Ausrufezeichen) verwenden.
  • Unten links (vom übrigen Text leicht abgesetzt): Ort, Datum, z.B. so: Berlin, den 22. August 2006; inzwischen kann man auch schreiben: Berlin, 22. August 2006. Beachte das Komma!
  • Darunter: leserliche Unterschrift (Vor- und Zuname) Großartige / großzügige Unterschriften bringen ein Imponiergehabe zum Ausdruck und wirken bei Ausbildungsplatzbewerbern befremdlich und unangemessen. - Den Namen darunter noch einmal in Klammern zu schreiben ist überflüssig und affig.

Beim Schreiben mit Schreibmaschine oder Computer unbedingt die Duden-Regeln ("Hinweise für das Maschinenschreiben") beachten.

Tabellarischer Lebenslauf: Inhalt

Name: Hier steht zuerst der Vorname, dann kommt der Nachname - ohne Komma dazwischen. Bei mehreren Vornamen: Rufname einmal unterstreichen (wie im Pass oder Personalausweis).
Anschrift: In der ersten Zeile stehen hier Straße und Hausnummer. Achte auf die richtige Schreibweise Deines Straßennamens (Straßenschild! Duden-Regeln Nr. 189 - 193)!
Wenn deine Eltern einen anderen Nachnamen haben oder wenn du zur Untermiete wohnst, steht in der nächsten Zeile: bei ...
In der Zeile darunter folgen die Postleitzahl (immer fünfstellig ohne Leerschritte dazwischen) und der Ort. Hinter dem Ort kann man in Klammern den Bezirk oder Ortsteil angeben.
Zur Anschrift gehört auch die Telefonnummer. Die Abkürzung "Tel." hat am Ende - wie alle Abkürzungen - einen Punkt. Es folgt die Vorwahlnummer, sie wird nicht mehr in Klammern gesetzt. Nach einem Leerschritt folgt die Telefonnummer ; sie wird nach den neuesten DIN-Normen nicht mehr untergliedert, sondern in einem Block geschrieben.
Ein Beispiel: Tel. 030 7779999
Geburtsdatum. Der Tag der Geburt wird durch eine Ordnungszahl angegeben. Ordnungszahlen werden durch einen Punkt dahinter gekennzeichnet. Der Monat wird im Lebenslauf ausgeschrieben: 29. Februar 1992. Peinlich, wenn man vor lauter Schusseligkeit ein falsches Geburtsjahr schreibt!
Geburtsort: Angaben wie im Pass oder Personalausweis; unnötig und unsinnig ist die Angabe des Bezirks. - Bei kleinen, weniger bekannten Orten gibt man - durch einen Schrägstrich getrennt - die Kreisstadt, das Bundesland o.ä. an: Kleckersdorf / Niedersachsen . - Bei einem ausländischen Geburtsort schreibt man - ebenfalls durch einen Schrägstrich getrennt - das Land dahinter: Thessaloniki / Griechenland.
Eltern: Üblich ist hier die Angabe der leiblichen Eltern mit dem z.Z. ausgeübten Beruf:
Vor- und Zuname des Vaters, nach einem Komma folgt sein Beruf. In einer neuen Zeile folgt der Vor- und Zuname der Mutter. Da – in der Generation deiner Eltern - deine Mutter in der Regel bei der Heirat den Namen gewechselt hat, gehört hier noch der Geburtsname der Mutter dazu. Dabei ist eine Abkürzung zulässig und üblich : Katharina Meyer geb. Meisner. Danach folgt, ebenfalls durch ein Komma abgetrennt, der Beruf der Mutter. - Unklarheiten über die Angaben in dieser Zeile musst du zu Hause klären.
Geschwister: Wenn du älter als 20 bist, gehören die Geschwister nicht mehr in deinen Lebenslauf. Bei Jugendlichen ist es aber üblich, die Geschwister zu erwähnen. Aber: Deren genauer Name und Geburtsdatum dürfte niemand interessieren. Es genügt, wenn du schreibst: ein (! verwende nicht den Akkusativ) älterer Bruder, zwei jüngere Schwestern. – Solltest du dich aber in einem Beruf bewerben, den z.B. dein älterer Bruder gerade lernt, empfehlen sich genauere Angaben: ein älterer Bruder, auszubildender Maurer im 3. Lehrjahr.
Staatsangehörigkeit: Die Angabe der Staatsangehörigkeit ist - vor allem bei Bewerbungen im öffentlichen Dienst - erforderlich, wenn du im Ausland geboren bist und / oder wenn du einen ausländisch klingenden Namen hast.
Schulbildung: Deine Angaben müssen ab dem 6. (bei späterer Einschulung: ab dem 7.) Lebensjahr lückenlos bis in die Gegenwart sein. In der Regel genügen Jahresangaben:
1995 - 1999 Annedore-Leber-Grundschule in Berlin-Tempelhof. Bei häufigem Schulwechsel sind auch Monatsangaben angebracht. Achte auf die richtige Schreibweise der Schulen, die du besucht hast (vor allem auf die Bindestriche). Schau in deinen Zeugnissen nach!
Zu jeder Schule gehört die Angabe des Ortes, in dem sie liegt; in Berlin gehört auch noch der Bezirk dazu. Der Bezirk wird durch einen Bindestrich an den Hauptort angehängt.
Die Oberschulen gliedern sich in Berlin in vier Zweige (Gymnasium, Realschule, Hauptschule, Gesamtschule). Die Angabe des Schulzweigs gehört in Klammern hinter den Namen der Schule. Unsere Schule heißt also:
Carl-Zeiss-Oberschule (Gesamtschule) in Berlin-Tempelhof
Angaben über die Zukunft (z.B. 2003  - 2007 Carl-Zeiss...) sind unsinnig. Schreibe stattdessen: seit 2003...
Schulabschluss: Über deinen Schulabschluss kannst du noch keine zuverlässige Aussage machen, deshalb muss hier am Anfang stehen: voraussichtlich. Dieses Wort schreibt man mit einem "r".
Die Abschlüsse an der Gesamtschule heißen:
erweiterter Hauptschulabschluss (Haupt... schreibt man mit "p"!)
mittlerer Schulabschluss
ein Abschluss, der zum Besuch der gymnasialen Oberstufe berechtigt
einfacher Hauptschulabschluss (wenn du - mit einem Versetzungszeugnis in die 10. Klasse - die Schule nach der 9. Klasse verlässt; geht nur, wenn du schon 10 Schulbesuchsjahre hinter dir hast)
Zusätzlich zum voraussichtlichen Abschluss musst du angeben, wann du ihn erreichen wirst:: im Juni 2007 oder im Sommer 2007 (zusätzlich kannst du schreiben: mit Beendigung der 10. Klasse)
Lieblingsfächer: Eine Auflistung aller möglichen Fächer, in denen du dich wohlfühlst, ist unsinnig. Schreibe nur ausgeprägte Lieblingsfächer, in denen du überdurchschnittliche Leistungen erzielst, in diese Zeile. Sonst: Zeile weglassen!
Besondere Kenntnisse: nur Kenntnisse, die du durch ein Volkshochschul-Zertifikat o.ä. belegen kannst. - Die Computer-Grundkenntnisse aus dem ITG-Kurs des 7./8.Jahrgangs sind in der Regel nicht der Erwähnung wert.
[Sprachkenntisse:] Diese Angaben sind bei Lebensläufen Erwachsener üblich und notwendig. Jugendliche machen dazu sinnvollerweise nur Angaben, wenn sie überdurchschnittliche und / oder außergewöhnliche Sprachkenntnisse vorweisen können.
Hobbys: sinngemäß wie Lieblingsfächer; Vorsicht bei der Angabe von zeitintensiven Hobbys (z.B. Profi-Fußball o.ä.)

Links zu weiteren Bewerbungsratgebern im Internet

Wem diese Anleitungen zum Schreiben von Lebenslauf und Bewerbung nicht ausreichen, der kann im Internet weitere Ratgeber aufsuchen. Doch Vorsicht! Das Internet quillt geradezu über von Bewerbungsratgebern. Gibt man z.B. in die bekannteste Suchmaschine www.google.de als Suchwörter „Bewerbungsschreiben“ und „Ausbildungsplatz“ ein, so erhält man eine unüberschaubare Liste von Internetadressen zu diesem Thema. Es lohnt wirklich nicht, sie alle durchzustöbern, da sie teilweise unbrauchbar sind.

Hier ist eine Liste von Links zu einigen sinnvollen Ratgebern zum Schreiben von Lebenslauf und Bewerbung:

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